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DIE STADT NEU BETRACHTEN:
Die Umbenennung von Straßen und Orten als dekoloniale Praxis
10.-12.12.24
BERLIN

NEST Berlin ist eine Unterschriftenaktion zur Unterstützung der folgenden Resolution unter der Leitung von Berlin dekolonisieren.

Erkundung städtischer Landschaften in der EU zur Dekonstruktion kolonialer Narrative 

EUrban DECO – “Exploring EU urban landscapes for a deconstruction of colonial narratives” (Erforschung städtischer Landschaften in der EU zur Dekonstruktion kolonialer Narrative), das von März 2024 bis Februar 2026 läuft, untersucht das koloniale Erbe in den städtischen Umgebungen Europas. Durch die Untersuchung von Symbolen, romantisierten Erzählungen und Ortsnamen soll der anhaltende Einfluss kolonialer Ideologien in EU-Städten aufgezeigt werden. Das Projekt wird vom CERV – dem Europäischen Gedenkprogramm – finanziert und umfasst Partner aus Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, den Niederlanden, Albanien und Deutschland. Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts sind: erstens die Erstellung aktualisierter Stadtpläne für die sieben teilnehmenden Städte, in denen koloniale Spuren (Ortsnamen, Gebäude, Denkmäler) hervorgehoben und bedeutende Orte aus der Perspektive der kolonialisierten Völker symbolisch umbenannt werden, um eine inklusivere historische Erzählung widerzuspiegeln. Zweitens die Organisation von sieben länderübergreifenden Veranstaltungen, die sich jeweils mit einem spezifischen Aspekt der europäischen Kolonialgeschichte befassen und auf eine hohe Beteiligung ausgelegt sind, wobei Zielgruppen wie Migrantengemeinschaften, Minderheiten, Frauen und lokale Behörden einbezogen werden. Drittens die Gründung eines länderübergreifenden Bürgernetzwerks, um das Interesse der Öffentlichkeit an diesem Thema zu stärken. 


Startdatum:  1.3.24     Enddatum: 28.2.26  

Projekt-Referenz:  101143733 

EU-Zuschuss: 166.495,00 € 

Programm: CERV – Europäisches Gedenken – 2023  

Projekt PARTNER: 

  • Associazione Atrium – Architecture of Totalitaria [IT] (Koordinator) 
  • NGO Nest Berlin [DE] 
  • Stadtverwaltung von Benetússer [ES] 
  • Lösung: Solidarität & Inklusion [FR]  
  • Gemeinde Lousada [PT] 
  • Stiftung Vital Aid Foundation [NL] 
  • Bashkia Permet [AL]  
  • Universität Alicante [ES] 
  • Netzwerk der Frauen aus dem östlichen Mittelmeerraum und Südeuropa [IT] 

 

Projekt THEMEN:  

  • Koloniales Erbe und Ideologie 
  • Multikulturelle Integration 
  • Kulturelles Gedenken 

 

ZIELGRUPPEN: 

  • Einwanderergemeinschaften und Minderheiten in den Projektstädten 
  • Vereinigungen von Migranten, Frauen und Migrantinnen in den Projektstädten  
  • Jugendliche und Schüler an weiterführenden Schulen in den Projektstädten (> 18 Jahre) 
  • Kommunalbehörden 
  • Einwohner und Ureinwohner in den Projektstädten, insbesondere in multikulturellen Stadtvierteln und in Gebieten, die eng mit dem kolonialen Bild des Landes verbunden sind 

 

Projekt ZIELE: 

  • Sensibilisierung für den Zusammenhang zwischen Stadtbild, historischem Gedächtnis und multikultureller Integration 
  • Das koloniale Erbe in den städtischen Umgebungen der EU-Städte aufzeigen und eine gemeinsame Debatte über dessen Auswirkungen anstoßen 
  • Förderung neuer Narrative und eines gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses im Rahmen der Ortsnamenskunde der EU-Städte unter aktiver Einbeziehung von Minderheiten und Migrantengemeinschaften 
  • Einrichtung einer länderübergreifenden Initiative, um bei Behörden und Interessengruppen ein breiteres Interesse an diesem Thema zu wecken. 

 

ABSTRACT: 

EUrban DECO befasst sich mit dem kolonialen Erbe der jüngeren europäischen Vergangenheit in Bezug auf Städte und lokale Gesellschaften. Im Mittelpunkt des Projekts steht eine gemeinsame transnationale Untersuchung, die aufzeigen soll, wie die koloniale Ideologie durch Symbole, romantisierte Erzählungen, Namensgebung und Toponymie in EU-Städten auch heute noch Einfluss auf das städtische Umfeld ausübt. Das Projekt verfolgt die folgenden konkreten Ziele: Sensibilisierung für den Zusammenhang zwischen Stadtlandschaften, historischem Gedächtnis und multikultureller Integration; Aufdeckung des kolonialen Erbes im Umfeld von EU-Städten und Anstoßen einer gemeinsamen Debatte über dessen Auswirkungen; Förderung neuer Narrative und eines gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses in der Ortsnamenskunde der EU-Städte unter aktiver Einbeziehung von Minderheitengruppen und Migrantengemeinschaften; Gründung einer transnationalen Initiative, um das Thema bei Behörden und Interessengruppen stärker in den Fokus zu rücken. Um diese Ziele zu erreichen, wird EUrban DECO Folgendes entwickeln bzw. umsetzen:  

Eine Sammlung überarbeiteter Stadtpläne der sieben am Projekt beteiligten Städte, in denen die wichtigsten Bezugspunkte im Zusammenhang mit dem kolonialen Erbe hervorgehoben und aus der Perspektive der kolonialisierten Völker umbenannt werden 

7 länderübergreifende Veranstaltungen (jeweils zu einem bestimmten Teilthema der Kolonialgeschichte der EU) mit stark partizipativem Charakter und unter aktiver Einbindung der Zielgruppen 

1 transnationales Netzwerk/Bürgerinitiative, deren Ziel es war, die Aufmerksamkeit der politischen Entscheidungsträger auf das Thema des kolonialen Erbes in EU-Städten zu lenken und gemeinsame Maßnahmen zu fordern, um dieses Thema neu zu diskutieren.  

Alle oben genannten Aktivitäten werden unter Berücksichtigung einer geschlechtergerechten Perspektive und unter aktiver Einbeziehung der lokalen Zielgruppen durchgeführt, die von dem Projekt profitieren werden: Einwanderergemeinschaften und Minderheiten in den Projektstädten, Migrantenverbände, Frauen und Migrantinnen in den Projektstädten, Jugendliche, lokale Behörden, Bürger und Einwohner. 

 

Projekt OUTCOMES.  

  • 7 länderübergreifende Veranstaltungen (Mobilitätsmaßnahmen mit Schwerpunkt auf dem kolonialen Erbe der EU in den Partnerstädten) 
  • Überarbeitete Stadtpläne